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Multiples Weiß

Vielleicht beginnt diese Ausstellung mit einer Leerstelle.

 

Eine Wand mit 50 % Kunst von Frauen wirkt auf viele Menschen überraschend weiblich. Nicht weil sie Frauen zeigt – sondern weil wir uns daran gewöhnt haben, dass genau das - die Wirklichkeit die uns täglich umgibt - häufig eben nicht gezeigt, thematisiert und abgebildet wird.

Leerstellen sind selten leer. Sie sind gefüllt mit Gewohnheit. Mit Blickrichtungen. Mit Entscheidungen darüber, wer sichtbar wird – und wer nicht. 

 

Vielleicht ist Sichtbarkeit wie Sauerstoff. Solange wir selbst genug davon haben, denken wir nicht darüber nach. Erst wenn sich etwas verschiebt, bemerken wir plötzlich die Luft.

„Multiples Weiß“ lädt dazu ein, genau diese Irritation ernst zu nehmen. Nicht nur in Bezug auf Geschlecht, sondern auf alle Perspektiven, die im Alltag, in Museen, in Medien oder in der Geschichte oft übersehen werden. 

 

Welche Stimmen fehlen? Welche Geschichten wurden nie erzählt? Und welche Bilder erscheinen uns deshalb „normal“, obwohl sie nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit zeigen?

Vielleicht entdecken Sie in dieser Ausstellung nicht nur Kunstwerke.

Vielleicht entdecken Sie vor allem die Leerstellen dazwischen.

Museumsguide

Vergangene Ausstellung

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